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Harsche Kritik an Gilchinger Bauamt

   
  Harsche Kritik an Gilchinger Bauamt  
  Gilching (4. April 06) Eugen Mangold ist auf das Bauamt und die Verwaltung der Gemeinde Gilching schlecht zu sprechen. Seit einem Jahr streitet Mangold, der seit 26 Jahren in der Pollinger Straße in Gilching wohnt, um einen Erschließungskosten-Vorausleistungsbescheid. In einem harschen Schreiben an das Bauamt und das Starnberger Landratsamt wehrt er sich gegen das "rüde Vorgehen des Bauamts" und Ungleichbehandlung.  
  VON HANNA VON PRITTWITZ Die Abrechnungsmethoden der Gemeinde Gilching stehen schon länger in der Kritik, zuletzt hatte sich der Kommunale Planungsverband eingeschaltet. Dabei geht es auch um die Abrechnung des Wasserwerks (wir berichteten). Auch Mangold erhielt im Mai 2005 eine Rechnung über Erschließungskosten. Er hat die Rechnung bis heute nicht bezahlt. Abgerechnet wurde über die Erschließungsbeitragssatzung. Da es sich laut Mangold jedoch um Restarbeiten handelte, die zudem erst im Oktober beschlossen wurden, müsste in seinen Augen die Ausbaubeitragssatzung gelten. Im Übrigen sei die von Bürgermeister Thomas Reich im Juli 2005 angekündigte Ausbau der Pollinger Straße bis heute nicht erfolgt. Um Akteneinsicht gebeten Um insgesamt Klarheit zu erlangen, bat Mangold am 2. März 2006 um Akteneinsicht. Am 2. März wollte Mangold das Leistungsverzeichnis über die Restarbeiten in de Polllinger Straße einsehen. Im Bauamt wurde ihm dies verweigert. Für ein angrenzendes Gebiet hatte man im Juli 2005 noch Akteneinsicht erhalten, "warum jetzt nicht mehr, wo es sich doch nun um ein Projekt vor meiner Haustür handelt", erzürnt sich Mangold in seinem Brief. Auch anderen Bürgern sei Akteneinsicht gewährt worden, "und ich erinnere Sie deshalb an das Gebot der Gleichbehandlung aller Bürger". Unzufrieden ist Mangold auch mit der Umsetzung der Tempo-30-Zone und dem Halteverbot in der Pollinger Straße. Neben der Tatsache, dass Parkraum fehle, würden die Autofahrer zu schnellerem Fahren ermuntert. Das einzige Tempo-30-Schild sei schlecht zu sehen. Anlieger hätten daher mit weißer Farbe Tempo 30 auf die Fahrbahn gemalt, in Absprache mit der Verwaltung. "Als dies geschehen war, hatten Sie ihre Männer vom Bauhof schon am nächsten Tag angewiesen, diese weiße Beschriftung zu übermalen". An anderer Stelle werde Tempo 30 durch künstliche Hindernisse wie teure Blumenbeete unterstützt. Das letzte Wort sei jedoch noch nicht gesprochen, "Sie können sich darauf einstellen". Bürgermeister Thomas Reich weiß um den Streit mit Mangold. Dieser habe Akteneinsicht erhalten, doch habe er auch Unterlagen einsehen wollen, die der Geheimhaltung unterlägen, "da haben wir uns bei der Rechtsaufsicht abgesichert". Vor einer rechtlichen Auseinandersetzung mit Mangold scheue er nicht zurück.  

Quelle: Starnberger Merkur