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Goldgräberstimmung in Gilching

Gilching - Wütend bis resigniert reagierte der Einzelhandel in Gilching auf die Entscheidung im Gemeinderat, der Ansiedlung von Einkaufsmärkten im Gewerbepark Süd zuzustimmen. Einige prognostizieren gar den Tod der kleineren Läden. Es gibt aber auch Stimmen, die durchaus eine Chance in der Entwicklung sehen.
Es vergeht fast kein Tag, wo nicht auf das veränderte Kaufverhalten der Kunden hingewiesen wird. Aktuelles Beispiel ist die Bankrotterklärung durch Karstadt. Manager räumen ein, den Trend der Zeit verschlafen zu haben. „Internet und Mobilität sind die Schlagworte, die dem mündigen Bürger heute eine neue Qualität beim Kaufen ermöglichen“, erklärt PC-Spezialist Oliver Kübrich. „Für uns Einzelhändler ist es höchste Zeit, nicht bei Aldi die Schuld am Rückgang der Geschäfte zu suchen. Sondern selbst etwas zu verändern und auch neue Ideen zuzulassen.“ Das A & O jedes Geschäftes sei ein aufmerksamer Service, gepaart mit Kompetenz. „Wir müssen wieder das Dienen lernen. Der Kunde entscheidet heute viel kritischer darüber, ob er mit dem Service zufrieden ist oder ob er einfach den Laden wechselt.“
Die Zufriedenheit seiner Kunden liegt auch Stefan Hartmann von der St. Vitus-Apotheke am Herzen. Ab kommenden Montag startet er zum zweiten Mal eine Kunden-Umfrage. „Wir wollen einfach wissen, wo der Schuh drückt und wo sich noch etwas verbessern lässt.“
Auch Tengelmann schwimmt auf der Servicewelle und versucht sich derzeit als Rosenkavalier. „Ich habe mich über die Rose schon gefreut“, sagt Harald Walther, Geschäftsführer bei Top-Kontakt in Gilching. Der Werbefachmann weiß, dass solche Aufmerksamkeiten zur Kundenbindung beitragen. „Man kommt einfach nicht mehr umhin, mit neuen Ideen auf sich aufmerksam zu machen.“ Dazu gehöre aber auch, ein Gemeinschaftsgefühl zu entwickeln, betont Walther. Wobei dies in Kooperation mit der Gemeinde geschehen sollte. „In Gilching herrscht wegen dem Gewerbegebiet Süd gerade Goldgräberstimmung. Diese Chance könnten wir alle nutzen.“ Uli Singer