IMPRESSUM/LINKS Startseite
DLR Oberpfaffenhofen WELTWASSERTAG 2013 WELTWASSERTAG 2012 FEST DER VEREINE DIREKT BESTELLEN NEWS BUCHTIPPS SCHIWAGU WEGGEFÄHRTEN HISTORIE ULI SINGER POLLYTOUR HEIMATBUCH RÜCKSCHAU 2009 LINKS

Gilching rechnet falsch

Gilching (26. November 2006) – Wer einen Bescheid von der Gemeinde Gilching bekommt, der tut gut daran, so Karl Josef Baader, ihn einer genauen Prüfung zu unterziehen. Der Gilchinger Pensionär, der sich seit Monaten gegen die Beteiligung an den Erschließungskosten für den Schäftlarner Weg wehrt, hat jetzt einen Teilerfolg erzielt. Das Verwaltungsgericht hatte noch vor dem eigentlichen Verfahren festgestellt, dass seitens der Gemeinde falsch abgerechnet worden war.
Wie berichtet, soll Karl Josef Baader und weitere Anlieger der Arnoldusstraße in Gilching Erschließungskosten für den rückseitig gelegenen Schäftlarner Weg bezahlen. Dieser jedoch war einzig zur Erschließung des neuen Ortszentrums gebaut worden. Eine Zufahrtsmöglichkeit auf das Grundstück von Baader besteht nicht, da der Schäftlarner Weg durch eine Mauer abgetrennt ist. Zudem liegt ein privater Grünstreifen zwischen dem Baader-Grundstück und dem Schäftlarner Weg, auf dem sich außerdem ein Hydrant der Feuerwehr befindet. Dazu kommt, dass noch unter der Amtszeit von Bürgermeister Heinrich Will seitens der Gemeinde eine schriftliche Zusicherung gegeben wurde, dass die Anlieger der Arnoldusstraße niemals für die Erschließungskosten Schäftlarner Weg in die Pflicht genommen werden. In einem weiteren Vertrag zwischen den damaligen Grundbesitzern des heutigen Ortszentrums und dem Käufer Thomas Vilgertshofer ist außerdem festgehalten, dass in dem bezahlten Kaufpreis auch die Erschließungskosten beinhaltet sind, diese aber von den Vorbesitzern übernommen werden müssen.
Wie berichtet, lässt Bürgermeister Thomas Reich keines dieser Argumente gelten. Weshalb jetzt das Verwaltungsgericht Recht sprechen muss. Dieses hat inzwischen festgestellt, dass seitens der Gemeinde bei der fraglichen Umlegung der Kosten mindestens ein falscher Nutzungsfaktor heran genommen wurde. Die Gemeinde wurde vorweg angewiesen, die ursprünglich in Rechnung gestellten 7100 Euro auf 6563 Euro zu reduzieren. Grundsätzlich ist Baader überzeugt: „Wir müssen auch diesen Betrag nicht bezahlen, weil zu viele Fakten vorliegen, die beweisen, dass wir nichts mit dieser nur fürs Ortszentrum gebauten Straße zu tun haben.“ Unterstützung kommt von Altbürgermeister Heinrich Will. „Würde hier anderes entschieden, kann sich kein Bürger mehr auf eine Zusage durch eine Kommune verlassen.“ Uli Singer