IMPRESSUM/LINKS Startseite
DLR Oberpfaffenhofen WELTWASSERTAG 2013 WELTWASSERTAG 2012 FEST DER VEREINE DIREKT BESTELLEN NEWS BUCHTIPPS SCHIWAGU WEGGEFÄHRTEN HISTORIE ULI SINGER POLLYTOUR HEIMATBUCH RÜCKSCHAU 2009 LINKS

Fuchsbandwurm - Wessling steigt aus

Weßling (30. Mai 2005) – Die Gemeinde Weßling steigt aus dem umstrittenen Projekt „Fuchsbandwurm“ aus. In einer Sondersitzung beschloss das Ratsgremium heute Abend mehrheitlich, sich nicht an den Kosten für die Entwurmungsaktion zu beteiligen. Hermann Heiland (CSU) machte unmissverständlich klar, dass der im November 2004 gefasste positive Beschluss nicht mehr mit dem neu vorgestellten Konzept übereinstimme.
Eigentlich war die Sache schon gegessen. In einer internen Sitzung, an der außer dem Projektleiter Andreas König auch Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl und weitere Rathauschefs teilnahmen, war beschlossen worden, die Aktion auch unter veränderten Vorzeichen durchzuziehen. Der ursprüngliche Beschluss vom November 2004 lautete in Weßling, dass man sich an der Aktion beteiligen werde, vorausgesetzt die anderen Landkreisgemeinden machen mit. Mit ins Boot geholt werden konnten jedoch außer Weßling nur noch Stockdorf, Herrsching, Andechs, Pöcking, Starnberg und Seefeld. Ein Umstand, der zu einem überfraktionellen Antrag führte. Sowohl die CSU als auch die Freien Wähler und die Grünen forderten Bürgermeisterin Monika Meyer-Brühl auf, das Thema nochmals auf die Tagesordnung zu setzen, um einen neuen Beschluss zu fassen. Während Meyer-Brühl darauf bestand, auf der Beschlussgrundlage vom November 2004 den Auftrag zur Bekämpfung des Fuchsbandwurms gegeben zu haben, konterte Hermann Heiland (CSU), dass sich das Konzept inhaltlich verändert und deshalb der Beschluss auch keine Gültigkeit mehr habe. Franz Leitner (CSU) kritisierte außerdem, dass es wenig Sinn mache, den Fuchsbandwurm in Weßling zu bekämpfen, in Wörthsee und Gilching nicht. Mochte Projektleiter Andreas König auch noch so sehr die Bodenständigkeit der Füchse preisen, „my home is my castle“, die Mehrheit im Ratsgremium nahm ihm nicht ab, dass ein infizierter Fuchs die Gemeindgrenzen erkenne und Weßling als fremdes Territorium auch meide. Mit 7:11 wurde das Projekt abgelehnt. Uli Singer