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Finanzsorgen plagen LBV

Streichungen von Mitteln - LBV in Sorge um Natur
Gilching – Die Streichungen von finanziellen Mitteln bei Bund und Freistaat haben verheerende Auswirkungen auf die Naturschutzarbeit im Landkreis, zeigt sich Horst Guckelsberger entsetzt. Der Vorsitzende des Landesbund für Vogelschutz, Kreisgruppe Starnberg, befürchtet, dass langjährige Pflegmaßnahmen als vergebliche Liebemüh’ abgehackt werden müssen.
„Uns fehlen jetzt nicht nur wichtige Einnahmen, sondern wir haben auch noch zusätzliche Ausgaben“, erklärt Horst Guckelsberger. Weil rein aus Spendengelder und Mitgliedsbeiträge die aufwändigen Arbeiten in freier Natur nicht finanziert werden können, steuerten freiwillige Helfer bisher ihre Aufwandsentschädigung bei, damit der LBV anfallenden Kosten für Büro und Verwaltung bezahlen konnte. „Diese Aufwandsentschädigung für Kleinstmaßnahmen wurden jetzt von der Regierung von Oberbayern komplett gestrichen. Uns fehlen rund 12000 Euro im Jahr.“ Gefährdet sei dadurch unter anderem die sensible Pflege der Flächen am Starnberger See, wo sich das „Bodensee Vergissmeinnicht“ angesiedelt hat. „Der Erhalt liegt in der Verantwortung des Staats. Wenn es jetzt nicht mal mehr eine Aufwandsentschädigung gibt, ist es nur schwer vermittelbar, wieso freiwillige Helfer ihre ganze Freizeit dafür investieren sollten.“
Weiter laufen großflächige Naturschutzgebiete Gefahr, zu verwahrlosen, warnt Guckelsberger. Bisher bereitete der LBV diverse Flächen so auf, dass sie vom Landwirt gemäht werden konnte. „Ab sofort werden die Kosten für die Mäharbeiten vom Landratsamt nicht mehr übernommen“, ärgert sich Guckelsberger. Was katastrophale Auswirkungen unter anderem auf Orchideen und Mehlprimeln im Ampermoos haben wird. „Wenn dort nicht regelmäßig gemäht wird, ersticken sie unter Faulbäumen und langem Gras, die sich künftig über die Pflanzen legen werden.“ Um eine Katastrophe abzuwenden, werde man vorübergehend für die Mäh-Kosten aufkommen, betont Guckelsberger. „Der LBV rutscht dabei in ein gewaltiges Minus. Wir hoffen aber, dass die Zeiten besser werden und wir das Minus wieder ausgleichen können.“ Sollte dies nicht der Fall sein, sei die jahrelange Pflege im Ampermoos für die Katz’ gewesen. Denn auf Dauer können die Kosten nicht getragen werden. Über dies und mehr soll am Donnerstag, 16. September, im Schützenhaus in Gilching diskutiert werden. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Uli Singer