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Ela - trotz Behinderung quietschvergnügt

Gilching – Ela ist sechs Jahre alt und ein durch und durch aufgewecktes Mädchen. Weil sie jedoch von Geburt an cerebral geschädigt ist, hat sie es ungleich schwerer, als ihre gleichaltrigen Freunde. Für jeden ihrer Schritte und Handreichungen braucht Ela Hilfe. Und auch das Sprechen fällt dem hübschen Mädchen schwer. Dass sie dennoch ein gesundes Selbstbewusstsein entwickelt hat, liegt mit an der optimalen Betreuung im Kindergarten.
Seit gut zwei Jahren besucht Ela die Integrationsgruppe des Montessori-Kindergartens in Gilching. Für 15 Kinder, davon vier mit besonderen Auffälligkeiten oder körperlichen Behinderungen, stehen eine Gruppenleiterin, eine Erzieherin, eine Kinderpflegerin und einmal pro Woche eine Psychologin und eine Heilpädagogin zur Verfügung. Eigens für Ela kommt seit nunmehr einem Jahr auch noch die ungarische Konduktorin Zsuzsann Balazs in die Gruppe. Sie kommt von der Niederpöckinger Einrichtung Fortschritt. In Niederpöcking werden seit zehn Jahren spastische gelähmte Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ganzheitlicher Hinsicht nach dem Vorbild des ungarischen Arzt Andras Petö gefördert. Die so genannte Petö-Methode wird bereits weltweit angewandt. Im Landkreis Starnberg hat der Gilchinger Montessori-Kindergarten durch die Zusammenarbeit mit Niederpöcking Modellcharakter bekommen. „Leider findet so eine Kooperation noch viel zu wenig statt“, erklärt Zsuzsann Balazs. Denn nicht nur Ela profitiere von den wöchentlichen Übungen, die innerhalb der Gruppe stattfinden. Auch die anderen Kinder interessierten sich dafür und lernten so ganz nebenbei, mit behinderten Menschen normal umzugehen. Begeistert von dem Projekt ist auch Elas Mama. „Ich weiß ja nie, wann Zsuzsann in die Gruppe kommt und mit Ela arbeitet. Ich merke es aber sofort, wenn Ela nach Hause kommt und plötzlich viel stabiler läuft.“
Die Idee zur Zusammenarbeit kam ursprünglich von Diane Harlander, der Leiterin der Integrationsgruppe. Zuerst schaute man sich die Einrichtung in Niederpöcking an, erzählt sie. Dann besuchte man sich gegenseitig - mit und ohne Kinder. Und weil dann auch noch die Gemeinde Gilching als Träger des Kindergartens mitspielte, stand der Kooperation nichts mehr im Wege. Harlander: „Wir hätten Ela die Förderung, die sie durch die Petö-Methode bekommt, nie so geben können.“