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Diskussion - hart aber fair

Gilching – Selten zuvor zeigte sich die CSU Gilching so leidenschaftlich, wie in der Frage um die Ansiedlung von Einzelhandelsgeschäften im Gewerbepark Gilching Süd. Während sich Mitstreiter des Ortsvorsitzenden Martin Fink vehement dagegen aussprachen, bewertete die Fraktion um Vizebürgermeister Richard Schlammerl das Vorhaben durchaus positiv.
Hart aber fair war die Redeschlacht, die sich die Kontrahenten am Donnerstag bei der CSU-Versammlung im Oberen Wirt in Gilching lieferten. Thema war die Ansiedlung eines Aldis und eines Getränke- und Drogeriemarkts im neuen Gewerbepark Gilching Süd. Segmente, die sich gut ergänzen und keineswegs zur Ausblutung des Ortskerns beitragen, versicherte Projektleiter Franz Xaver Erlacher. Der Wirtschaftsexperte erläuterte, dass Gilchings Zentrum durchaus von Süd profitieren könne. Was innerörtlich fehlt, sei ein Marketing-Konzept, betonte Erlacher. „Wenn es der Gemeinde ernst mit der Belebung des Ortskerns ist, bin ich gerne bereit, unentgeltlich zu helfen.“ Zumal er potenzielle Interessenten an der Hand habe, die sich ansiedeln wollen. „Es gibt in Gilching noch eine hohe Kaufkraft, die derzeit nicht genutzt wird.“
Nicht überzeugen lassen wollten sich Ortsvorsitzender Martin Fink und die Gemeinderätinnen Dorothee Heutelbach und Adelheid Dörmer. Sie führten an, dass mit den Märkten auf der grünen Wiese der Abgesang auf das Ortszentrum eingestimmt werde.
Harald Schwab wollte dem nicht zustimmen. Nach Meinung des Bezirksrats wandere die Kaufkraft vermehrt nach Germering und Oberpfaffenhofen ab. „Ich habe einen Aldi aber lieber auf Gilchinger Flur als in der Nachbargemeinde“, sagte Schwab. Im Übrigen werde die Belebung am Ortsrand nicht von allen Einzelhändlern negativ gesehen. „Es meldeten sich bereits ein Metzger und ein Bäcker, die auf Süd ihre Frischwaren anbieten wollen.“ Richard Schlammerl mahnte, die Chance zu nutzen. „Wir brauchen die Firmen, die sich auf Süd ansiedeln wollen. Die aber legen Wert auf eine optimale vor Ort Versorgung.“ Gleichzeitig komme man mit dem erweiterten Angebot auch den Gilchinger Bürgern entgegen. „Nachweislich gehen 17 Millionen Euro an Kaufkraft verloren“, sagte Schlammerl. „Die sollten wir versuchen, an den Ort zu binden.“ Am Dienstag, 21. September, wird im Gemeinderat darüber entschieden.