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Das Tafelsilber wird ausgepackt

Gilching – Jetzt kreist auch über der Gemeinde Gilching der Pleitegeier. „Hatten wir schon enorme Probleme, den Haushalt 2004 auszugleichen, ist es entgegen aller Erwartungen 2005 noch schwieriger geworden“, erklärte Bürgermeister Thomas Reich zu Beginn der Haushaltsberatungen in der Finanzausschusssitzung am Montag. Unter anderem ist es nicht mehr möglich, die Mindestzuführung in Höhe von 200000 Euro aus dem Verwaltungshaushalt in den Vermögenshaushalt zu leisten. Ganz im Gegenteil, müsse der Verwaltungshaushalt aus dem Vermögenshaushalt gesponsert werden. „Normalerweise würde dies die kommunale Rechtsaufsicht so nicht durchgehen lassen“, sagte Reich. Da jedoch viele Kommunen vor dem gleichen Problem stehen, würden auch seitens der Rechtsaufsicht andere Kriterien angewandt. „Unsere finanziellen Probleme sind nicht hausgemacht, sondern sind Einflüssen von außen zuzuschreiben.“ Unter anderem mit Grund für das finanzielle Desaster sei die drastische Erhöhung der Kreisumlage. Von 5,6 Millionen Euro sei die Umlage auf 6,7 Millionen Euro gestiegen. Dazu komme, dass die Einkommenssteuer zurückgegangen ist und diverse staatliche Zuschüsse gekürzt wurden. „Es wird uns nichts anderes übrig bleiben, als an unser Tafelsilber zu gehen“, bedauert Reich. Außer der Grundstücksverkäufe ist auch noch eine Kreditaufnahme in Höhe von 1,8 Millionen Euro geplant. Was bedeutet, dass die Pro-Kopf-Verschuldung steigt. Derzeit liegt sie inklusive der Altlast Wasserwerk bei 681 Euro. Reich: „Wir liegen zwar dann immer noch unter Landesdurchschnitt. Doch wenn es so weiter geht, bleibt eine weitere Verschuldung nicht aus.“ Einzig ließe sich im Haushalt an den freiwilligen Zuschüssen für die Volkshochschule und Musikschule vornehmen, betonte der Rathauschef. „Doch dann wäre die Existenz der zwei Einrichtungen gefährdet, was keiner von uns will.“
Im Verwaltungshaushalt stehen den rund 17,5 Millionen Einnahmen rund 17,8 Millionen Ausgaben gegenüber. Im Vermögenshaushalt werden 4,2 Millionen Euro Einnahmen erwartet. Auf der Ausgabenseite schlagen 5,8 Millionen Euro zu Buche. Der Haushalt geht jetzt zum Absegnen in den Gemeinderat.