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(28.11.06) Siedler fürchten Verkehrschaos

Gilching – Mit katastrophalen Verkehrsverhältnissen rechnet die Siedlervereinigung in Gilching, der rund 80 Familien angehören. „Wir waren keineswegs mit den Plänen von Herrn Herz einverstanden“, sagt Sprecher Wolfgang Pilz. Die Siedlervereinigung hat vor rund 60 Jahren die so genannte Dorniersiedlung aufgebaut. Jetzt entsteht an der Ecke Sonnen-/Marsstraße ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus. „Wir legten zwar Protest ein. Haben aber auf der Gemeinde kein Gehör gefunden.“
Wie berichtet, entsteht an der Ecke Sonnen-/Marsstraße ein mehrstöckiges Wohn- und Geschäftshaus. Bauherr ist der Unternehmer und CSU-Gemeinderat Manfred Herz. Er sieht sein Projekt als Aufwertung für das Sonnenzentrum. Anderer Meinung sind da die Anwohner. „Wir legten massiv Protest ein, hatten aber nie ein Chance“, erklärt Wolfgang Pilz. Einverstanden sei man gewesen, als die Baugenossenschaft das an der Ecke stehende ruinöse Mehrfamilienhaus abgerissen und die Gemeinde einen Bebauungsplan für einen etwas größeren Bau abgesegnet hat. Pilz: „Die Baugenossenschaft hatte sensibel geplant, so dass ein harmonischer Übergang von dem Neubau zu unseren eher bescheidenen Einfamilienhäusern gegeben war. Wir hatten über viele Jahre hinweg streng darauf geachtet, dass der Siedlungscharakter erhalten bleibt.“ Kaum jedoch sei der Bebauungsplan der Baugenossenschaft abgesegnet gewesen, habe Herz vor zwei Jahren das Grundstück gekauft und Antrag auf einen neuen Bebauungsplan gestellt. „Das was jetzt entsteht, lässt sich unter der Rubrik Bausünde einordnen. Die Siedlung wird dadurch erschlagen“, kritisiert Pilz. „Für uns bedeutet dies nicht nur eine Minderung der Wohnqualität, sondern zugleich eine Wertminderung unserer Grundstücke.“ Dazu komme, dass schon jetzt alles durch parkende Autos dicht ist. Zwar habe Herz durch den Bau einer Tiefgarage die vorgeschriebene Anzahl an Stellplätzen nachgewiesen. Pilz: „Erfahrungsgemäß werden Tiefgaragen nicht genutzt. Oberirdisch aber sind nur acht Stellplätze vorgesehen.“ Er bedauert, dass man trotz Einschalten einer Fachanwältin „auf taube Ohren in der Gemeinde gestoßen ist. Heute weiß ich, dass wir uns zu ruhig verhalten haben. Wir hätten es uns nicht gefallen lassen dürfen und gleich an die Öffentlichkeit gehen sollen.“ Uli Singer