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15.12.05 - Die Briten kommen

Oberpfaffenhofen (15.12.05) – Nicht die RUAG, sondern die Corporate Jet Service Ltd. aus Großbritannien hat jetzt den Zuschlag für die bankrotte AvCraft in Oberpfaffenhofen erhalten. Dies teilte Insolvenzverwalter Martin Prager gestern mit. Inwieweit die 140 Mitarbeiter übernommen werden, steht noch nicht fest. Keine Frage jedoch sei, dass der Kundenservice und der Wartungsbetrieb weiterhin in Oberpfaffenhofen stationiert bleiben, so Prager.
Mit dem Flugzeugbetreiber Corporate Jet Service, besser bekannt über die Tochtergesellschaft Club 328, zieht innerhalb weniger Jahre nunmehr der fünfte Nachfolger der einstigen Dornier Flugzeugwerke ein. Und wieder einmal wird von einer Erfolg versprechenden Zukunft gesprochen. „Wir werden dieses Geschäft zum Erfolg führen, indem wir eng mit den erfahrenen Mitarbeitern von AvCraft zusammen arbeiten“, betonte Mike Farge, Geschäftsführer der Corporate Jet Service. Doch auch Insolvenzverwalter Martin Prager zeigt sich positiv. „Unsere britischen Geschäftspartner sind Profis, die das Know-how vor Ort zu schätzen wissen.“ Mit der Übernahme durch die Briten zum 2. Januar 2006 sei jetzt auch die Betreuung der weltweiten Do 328er Flotte von rund 220 Flugzeugen gesichert.
Die neue Tochtergesellschaft firmiert künftig unter „328 Support Service GmbH“. Oberpfaffenhofen soll laut Prager zum Ergänzungsstandort für das Wartungsgeschäft am Flughafen Southhampton werden. Aus der Insolvenzmasse gekauft wurde auch die Lizenz zum Bau neuer Flugzeuge der Serie 328. So lange das Übertragungsverfahren der Rechte läuft, sollen die zuständigen Mitarbeiter vorerst noch bei der AvCraft Aerospace GmbH beschäftigt bleiben und zu einem späteren Zeitpunkt übernommen werden. Unter anderem auch deshalb, weil für die Überleitung der Lizenz auch ein gewisser Mitarbeiterstamm mit ausreichend Fachkompetenz vorhanden sein muss. Für die Lizenzvergabe ist das Luftfahrtbundesamt in Braunschweig zuständig.
Weiter teilte Prager mit, dass bei der Mitarbeiterversammlung am Freitag (wir berichteten) die Belegschaft fast vollständig zugestimmt habe, bis zur endgültigen Klärung der Weiterbeschäftigung in eine neu gegründete Transfergesellschaft überzutreten. Nicht ohne Stolz sagte Prager gestern auf Anfrage: „Es ist zu einem glücklichen Abschluss gekommen. Damit ist meine Hauptarbeit zum Jahresanfang erledigt.“ Uli Singer