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14. November 2005 - 728Jet geht auf letzte Reise

Oberpfaffenhofen (14.11.05) – Nur kurz durfte gestern der einstige Hoffnungsträger bei Fairchild-Dornier, der 728er Jet, fliegen. Allerdings an Gurten vertäut und auch nicht aus eigener Kraft. Für den Transport ins Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Göttingen wurde der 27 Meter lange Rumpf mittels eines Krans auf den Schwerlaster gehoben. Wie berichtet, hatte das DLR den Regionaljet für Forschungszwecke aus der Insolvenzmasse herausgekauft. Damit geht ein weiteres Kapitel deutscher Flugzeuggeschichte zu Ende. Traurig für diejenigen, die ihre ganz Hoffnung in den Flieger gesteckt hatten. Glücklich jedoch schätzt sich das DLR, verrät Siegried Lohse vom Göttinger Institut. „Es ist doch besser, er dient uns zu Forschungszwecken, als dass er verschrottet wird.“ Das Aufladen des Rumpfes dauerte bei Eiseskälte rund zwei Stunden. Erst mussten sämtliche Löcher verklebt, dann das Fahrgestell abgebaut und letztendlich der Tragegurt angelegt werden. Für den Transport nach Göttingen zeichnet die Gilchinger Logistikfirma Reichhart verantwortlich. Gegen 22 Uhr verließ der Schwertransport, begleitet von einer Polizeieskorte, das Werkstor. „Wenn alles gut läuft, kommen wir in zwei Tagen in Göttingen an“, hofft Lohse. In Göttingen wird der Flieger nach dem Winter wieder zusammen gebaut und als Bodenstation für Forschungszwecke aufgerüstet. Wissenschaftler des DLR hoffen, durch Simulationen unter anderem Möglichkeiten zur Verbesserung des Flugkomforts zu finden. Den Abschied begleiteten gestern lediglich Mitarbeiter des DLR, der Feuerwehr und der Firmen, die für den Transport zuständig sind. Ehemalige Dornianer waren nicht gekommen. Uli Singer