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11.8.06 - Flugbetrieb soll erweitert werden

Oberpfaffenhofen (11.08.06) – Die Katze ist aus dem Sack. Um die Wirtschaftlichkeit des Sonderflughafens Oberpfaffenhofen zu stabilisieren, soll künftig auch Geschäftsreise- und Taxiflugverkehr zugelassen werden. Edwin Grabherr, Geschäftsführer der Edmo-Flughafenbetreibergesellschaft, prognostiziert bis 2016 rund 22000 Flugbewegungen pro Jahr mehr. Der aktuelle Stand: 11000 Flugbewegungen. Außerdem soll die Betriebszeit auf Sonn- und Feiertage ausgeweitet werden.
Es war zu erwarten. Dass es allerdings derart schnell gehen würde, überraschte schon. Obwohl erst zum 1. September das Landesentwicklungsprogramm in Kraft tritt, wurde schon jetzt Antrag auf Ergänzung der Betriebsgenehmigung und auf Erweiterung der Betriebzeiten gestellt. Wobei das Nachflugverbot laut Grabherr eingehalten werden soll und der Charter und Linienflugverkehr ausgeschlossen bleibt. Bei einem Gespräch in Oberpfaffenhofen räumte Grabherr gestern ein, dass insbesondere der Antrag auf Ausweitung der Betriebszeiten für Überraschung bei den hiesigen Kommunalpolitikern gesorgt habe. Die Bürgermeister der Gemeinden und Landrat Heinrich Frey waren bereits am Vormittag zu einem Informationsgespräch geladen worden. Frey hat inzwischen Stellung bezogen. „Eine erweiterte Nutzung des Sonderflughafens für einen begrenzten, qualifizierten Geschäftsreiseflugverkehr ist grundsätzlich positiv zu bewerten. Dies ist eine notwendige Voraussetzung, um den Sonderflughafen wirtschaftlich zu betreiben“, heißt es in der Stellungnahme. Nicht vertretbar sei seiner Meinung nach eine Ausweitung der bisherigen Betriebszeiten. In diesem Punkt fordert er „weiterhin ein konstruktiver Dialog mit den Kommunen“. Frey regte außerdem eine über die Jahre hin hoch gerechnete zahlenmäßige Begrenzung der Flugbewegungen an.
Der Edmo-Antrag wird jetzt von der Regierung von Oberbayern, beziehungsweise vom Luftamt Südbayern geprüft. „Ein Lärmgutachten wurde bereits gemacht“, sagte Grabherr. Innerhalb des Genehmigungsverfahrens liegt der Antrag dann vier Wochen aus. Während dieser Zeit können sowohl Kommunen und Verbände als auch Privatpersonen Einsicht nehmen und entsprechend Stellung beziehen. Grabherr räumte ein, dass es schwierig werden wird, die geplante Entwicklung der Bevölkerung nahe zu bringen. Seitens der Bürgerinitiativen rechnet er zudem mit Protest. „Ich hoffe aber dennoch im Sinne der ortsansässigen Unternehmen und im Hinblick auf den Erhalt vieler Arbeitsplätze um Verständnis.“ Uli Singer