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Internationales Jahr der Wälder

Starnberg (21. Januar 2011) – Das Jahr 2011 wurde von den Vereinten Nationen zum Jahr der Wälder ausgerufen. Nun hofft Martin Fink auf viele Ideen und Mitstreiter.
„Die Chance müssen wir nutzen. Ein internationales Jahr der Wälder gibt es nur alle 50 bis 100 Jahre“, erklärt Martin Fink, seit 1983 Vorsitzender der Starnberger Waldbauern. Der deutsche Beitrag steht auf den breiten Schultern einer interessenübergreifenden Allianz: Bund, Länder, Kommunen und mehr als 60 Dachorganisationen tragen die Kampagne mit. Regional wollen die Starnberger Waldbauern das Jahr zum Anlass nehmen, den Wald als faszinierenden Naturraum, aber auch als lebendigen Wirtschaftszweig wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Aufgerufen sind alle Organisationen, Kindergärten, insbesondere die Waldkindergärten und Schulen, sich an den Aktionen zu beteiligen und auch Ideen mit einzubringen. Seitens der Waldbauern findet am kommenden Dienstag eine Vorstandssitzung statt. „Da werden wir dann konkret einen Aktionsplan aufstellen und überlegen, wer welche Aufgaben übernimmt“, sagt Fink. Geplant sind unter anderem in Orten mit S-Bahnstationen Lehrpfade. Anhand von Schautafeln und gezielten Spaziergängen soll dann das „Multitalent Wald“ präsentiert werden. Außerdem steht eine lange Nacht des Waldes auf dem Programm, das Aufstellen einer Klima-Umweltuhr und das Vorstellen der Waldbewohner. „Wir wollen aber auch die Menschen in den Mittelpunkt stellen, die für die Pflege unserer Wälder zuständig sind. Die meisten Menschen genießen zwar den Spazierweg durch den Wald. Sie wissen aber nicht, dass eine aufwändige Pflege notwendig ist.“ Zu wenig bekannt sei außerdem, dass verschiedene Waldbesitzer unterschiedliche Pflegesysteme haben. Da gebe es beispielsweise den Bauernwald, den Kirchenwald, den Staatsforst und den privaten Wald, betont Fink. Beim Kirchenwald, Eigentümer ist die Erzdiözese München-Freising, finde nur alle zehn Jahr ein Besichtigungstermin mit anschließender Pflege statt. Der Privatwald aber werde oft nur genutzt, sich das Brennholz für den eigenen Herd zu holen. „Deshalb bieten wir seit einigen Jahren Pflegeverträge an, damit auch ein kleiner, privater Wald nicht verkommt.“ Mit dem Start der Aktionen rechnet Fink nicht vor Ende April. „Erst muss der Winter vorbei und der Wald einigermaßen trocken sein.“ Das Bundesministerium für Landwirtschaft hat außerdem unter www.wald2011.de unter dem Motto „Machen Sie mit beim Waldkulturerbe“ umfangreiches Material zur Verfügung gestellt.