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Gilching geht an die Reserve

Gilching (12. Januar 2011) – Schwieriger als gedacht gestaltet sich der Haushalt 2011 in Gilching. Nach mehreren Sitzungen und diversen Änderungen hofft Bürgermeister Manfred Walter, dass nun auch der Gemeinderat zustimmt.
Altlasten aus dem Wasserwerk, unvorhergesehene Ausgaben, unter anderem die Sanierung der Rathausturnhalle, und neue Aufgaben auf dem sozialen Sektor verursachen in Gilching ein Defizit von 5,4 Millionen Euro. Um diesen Fehlbetrag im Haushalt 2011 auszugleichen, werden drei Millionen Euro aus den Rücklagen entnommen, die laut Finanzchef Tilo Leister bei sieben Millionen Euro liegen, und ein Kredit in Höhe von 2,4 Millionen Euro aufgenommen. Der Kredit war notwendig geworden, weil in den Vorjahren zu viel an Erschließungskosten für Wasseranschlüsse berechnet wurde und diese jetzt an die Grundstücksbesitzer zurück bezahlt werden müssen (wir berichteten).
In der Finanzausschusssitzung am Montag wurden außerdem die korrigierten Zahlen für die Erschließung des neuen Baufelds an der Kleinfeldstraße in Geisenbrunn bekannt gegeben. Statt der ursprünglich vorgesehenen 600000 Euro wird der Haushalt mit voraussichtlich rund 960000 Euro belastet.
Den Schuldenstand gab Leister mit rund 7,5 Millionen Euro an. Dazu kommen 3,3 Millionen Euro fürs Wasserwerk, das als Regiebetrieb in Verantwortung der Gemeinde liegt. Macht eine Pro-Kopf-Verschuldung von insgesamt rund 600 Euro.
Dass es ohne Einsparungen, unter anderem bei den Vereinszuschüssen, und Gebührenerhöhungen nicht möglich gewesen wäre, einen Haushalt auf den Weg zu bringen, stellte Richard Schlammerl (CSU) fest. Dennoch müsse für die Zukunft oberstes Ziel ein ausgeglichener Haushalt sein. „Wir mussten heuer ans Eingemachte gehen. Im nächsten Jahr müssen wir es wieder schaffen, ohne Rücklagen anzugreifen.“
Bürgermeister Manfred Walter bedauerte die Zäsur. Betonte aber auch, dass Einsparungen und Gebührenerhöhungen unumgänglich waren. Bis auf Kevin Akpomuje (Grüne) wurde beschlossen, dem Gemeinderat die Zustimmung zum Haushalt 2011 zu empfehlen. Dieter Moering (Spd) wollte abschließend wissen, weshalb Akpomuje den Haushalt ablehnt, "wo es doch die Grünen sind, die permanent mehr Leistungen fordern?". Eine Antwort blieb der Grünen-Rat dem Gremium schuldig.