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Außer Spesen nichts gewesen

Weßling – Außer Spesen nichts gewesen. Mit diesem Slogan ließe sich die leidige Geschichte „zentrale Schule für Weßling“ überschreiben. Zuletzt verhinderte ein Bürgerentscheid vor 12 Jahren das Projekt.
In Weßling ist das Schulthema seit 1939 aktuell. Seinerzeit wurde erstmals über eine Zusammenlegung der Schulen Weßling und Oberpfaffenhofen diskutiert und der Bau einer zentralen Schule ins Auge gefasst. Der Zweite Weltkrieg machte die Pläne vorerst zunichte, die jedoch ein Jahr später wieder auf den Tisch kamen. Am 29. Juni 1940 verfügte der Regierungspräsident von München die Zusammenlegung, am 8. September wurde dieser Erlass wieder außer Kraft gesetzt. Am 14. Juni 1941 forderte das Ministerium eine Stellungnahme. Am 8. September gleichen Jahres teilte das Schulamt in Starnberg mit, die Zusammenlegung sei nun endgültig beschlossen. Wegen Platzmangels wurde auch dieser Beschluss außer Kraft gesetzt und laut Anordnung vom 5. April 1943 die Eigenständigkeit der zwei Schulen Oberpfaffenhofen und Weßling beibehalten. Erneut kam das Thema zentrale Schule Anfang der 80iger Jahre wieder in die Diskussion. Zumal wegen der Gebietsreform nun auch die Gemeinde Hochstadt dazugekommen war und somit der Betrieb von drei Schulen organisiert werden musste.
Den Grundsatzbeschluss für den Bau einer zentralen Schule in Oberpfaffenhofen fasste der Gemeinderat im Jahr 1998. Seinerzeit hatte auch die oberste Schulbehörde ihre Zustimmung gegeben. Dem Bau stand nichts mehr im Wege. Da meldeten sich Eltern zu Wort und machten gegen das Projekt mobil. Die Initiatoren der Bürgerinitiative „Besseres Schulkonzept“ waren Anton Ostermair, Lorenz Schmidt und Annemarie Furnter. Sie forderten unter anderem den Erhalt der drei Ortsteilschulen, diese zu erweitern und zu sanieren. Das Anliegen ging mittels eines Bürgerentscheids durch. Es wurde zwar ein Gegenbegehren „Pro Schule“ initiiert, das auch die entsprechenden Unterschriften für ein Bürgerbegehren zusammen brachte. Doch das Vorhaben scheiterte letztendlich an einem Formfehler. Die Kommune musste in den sauren Apfel beißen, den Plan einer gemeinsamen Schule ad acta legen und stattdessen die drei Ortsteilschulen von Grund auf sanieren.
Erst 2008 unter Bürgermeister Michael Muther wurde die Einhäusigkeit, die Hochstadter Schule war mittlerweile aufgelöst, weiter verfolgt. Nun hat die Regierung von Oberbayern einen Strich durch die Rechnung gemacht und zum Ärgernis vieler Eltern ein langwieriges Verfahren mit Lärmschutz- und Verkehrsuntersuchungen eingefordert. „Ich werde sofort zur Regierung gehen und besprechen, was möglich ist. Aber unter fünf Jahren wird das nichts mehr werden“, befürchtet Muther.